Welcher Cricut ist der richtige für dich? Die aktuellen Modelle im Vergleich

Auf dem Schreibtisch sieht man verschiedene Cricut Plotter und dem Text "Welcher Cricut passt zu mir?"

September 10, 2026

„Welcher Plotter ist gut für Anfänger?“ ist die Frage, die mir am häufigsten in meinen Lives oder per Nachricht gestellt wird. Und meine ehrliche Antwort ist immer dieselbe: Das kommt ganz auf dich an.

Denn bevor du dir eine Maschine kaufst, solltest du überlegen: Was möchtest du damit machen? Wie viel Platz hast du? Und wie viel möchtest du ausgeben?

Und inzwischen gibt es bei Cricut wieder etwas Neues: Seit September 2026 gibt es den Cricut Maker 5. Damit ist die Cricut-Familie um ein neues Topmodell reicher geworden.

Genau deshalb aktualisiere ich diesen Artikel regelmäßig und stelle dir hier die aktuellen Cricut-Modelle vor – vom kleinen Joy 2 bis zum großen Venture. Ich zeige dir ehrlich, für wen welche Maschine sinnvoll ist und ob du die zusätzlichen Möglichkeiten überhaupt brauchst.

Die wichtigste Frage zuerst: Was für ein Bastel-Typ bist du?

Bevor du auf Schnittbreiten und technische Daten schaust, stell dir drei Fragen:

Wie oft und wie viel willst du plotten? Ab und zu mal ein paar Etiketten und Karten oder regelmäßig größere Projekte? 

Wie viel Platz hast du? Eine Maschine braucht nicht nur selbst Platz, sondern auch Matten, Material und Zubehör – das solltest du direkt mitdenken.

Und welches Budget hast du? Auch hier bleibt es nicht bei der Maschine. Zubehör und Material gehören dazu.

Wenn du diese drei Dinge für dich beantwortest, wird die Wahl viel leichter. Und jetzt schauen wir uns an, welche Maschine zu welcher Antwort passt.

Der Cricut Joy 2

Cricut Joy 2 – der Kompakte für kleine Projekte

Der Joy 2 kam Anfang 2026 raus und ist die kleinste Maschine im Cricut-Sortiment, mit einer Schnittbreite von rund 11,4 cm. Ganz neu: Du kannst mit ihm ab jetzt auch Sticker herstellen dank Print-then-Cut-Funktion – das war beim Vorgänger noch nicht möglich. Du kannst 75 Materialien nutzen wie Vinylfolie, Textilfolie oder auch Papier, lass ihn zeichnen und schreiben, falzen und natürlich schneiden.

Für wen?
Für dich, wenn du:

  • nur gelegentlich kleine Projekte machen möchtest
  • wenig Platz hast
  • hauptsächlich kleine Motive, Karten oder Beschriftungen erstellst
  • eine möglichst kompakte Maschine suchst

Über Smart Materials kannst du auch längere Projekte realisieren, ohne eine Schneidematte zu verwenden.

Mein Fazit: Ein schöner kleiner Plotter, aber sobald du regelmäßig A4-Material oder größere Stickerbögen verarbeiten möchtest, würde ich eher zum Joy Xtra greifen.


Der Cricut Joy Xtra

Cricut Joy Xtra – mein Tipp für Einsteiger

Der Joy Xtra ist für mich schon richtig gut für Anfänger. Der entscheidende Unterschied zum Joy 2: Du kannst hier das A4-Format nutzen. Das heißt, z.B. A4-Bögen für Sticker und ähnliche Materialien laufen problemlos, und du hast eine deutlich größere Arbeitsfläche. Seine Schnittbreite liegt bei rund 21,6 cm.

Für wen?
Für dich, wenn du:

  • gerade mit dem Plotten anfängst
  • Sticker und A4-Materialien verarbeiten möchtest
  • nicht gleich eine große Maschine aufstellen möchtest
  • trotzdem mehr Möglichkeiten als beim Joy 2 haben möchtest

Mein Fazit: Wenn du mich fragst, welchen Cricut ich vielen Einsteigern empfehlen würde, ist der Joy Xtra nach wie vor eine sehr gute Wahl. Er ist kompakt, vielseitig und nicht gleich eine riesige Investition.


Der Cricut Explore 5

Cricut Explore 5 – der kompakte Plotter für mehr

Der Explore 5 kam auch 2026 raus und ist mittlerweile schön kompakt und trotzdem vielseitig. Er nutzt die klassische quadratische 12″-Matte (etwa 30,5 cm), dieselbe wie der Maker 4 oder natürlich auch Smart Materialien. Damit hast du eine schöne Arbeitsfläche in Breite und Länge. Nutze sechs Werkzeuge, einschließlich dem Tiefschnittwerkzeug um sogar stärkere Materialien wie Gummi oder Schaumstoff zu schneiden. 

Für wen?
Für dich, wenn du:

  • regelmäßig größere Projekte machen möchtest
  • mit Vinyl, HTV, Papier und Karton arbeitest
  • Sticker und andere A4-Projekte herstellen möchtest
  • vielleicht schon an ein kleines kreatives Business denkst
  • aber nicht unbedingt die umfangreichen Möglichkeiten eines Maker brauchst

Mein Fazit: Der Explore 5 ist für viele Plotterfans ein richtig guter Mittelweg. Du bekommst eine große Arbeitsfläche und viele Möglichkeiten, ohne direkt zum teuersten Modell greifen zu müssen.


Der Cricut Maker 4

Cricut Maker 4 – der bewährte Allrounder

Der Cricut Maker 4 war bisher das vielseitigste Modell der aktuellen Maker-Generation und ist auch jetzt keineswegs plötzlich unbrauchbar. Er verarbeitet über 300 Materialien und kann mit einer großen Auswahl an Spezialwerkzeugen arbeiten. Neben klassischen Anwendungen wie Schneiden und Zeichnen kannst du beispielsweise gravieren, prägen, falzen oder mit verschiedenen Spezialklingen arbeiten. Gerade für kreative Projekte mit unterschiedlichen Materialien ist der Maker 4 deshalb nach wie vor sehr vielseitig.

Für wen?
Für dich, wenn du:

  • möglichst viele verschiedene Materialien ausprobieren möchtest
  • mit Spezialwerkzeugen arbeiten willst
  • gravieren, prägen oder anspruchsvollere Materialien bearbeiten möchtest
  • bereits weißt, dass du die Möglichkeiten eines Maker wirklich nutzen wirst

Mein Fazit: Der Maker 4 bleibt ein hervorragender Allrounder. Wenn du bereits einen Maker 4 besitzt, musst du jetzt also keineswegs sofort auf den Maker 5 wechseln.

Und wenn du einen Maker 4 deutlich günstiger bekommst, kann er weiterhin eine sehr interessante Wahl sein.


Cricut Maker 5 – das neue Topmodell

Seit September 2026 gibt es mit dem Cricut Maker 5 die nächste Generation der Maker-Familie.

Cricut hat dabei nicht einfach nur die Zahl geändert, sondern einige Dinge überarbeitet. Der Maker 5 ist rund 30 % kompakter als die bisherigen Maker-Modelle und soll dadurch weniger Platz auf dem Schreibtisch benötigen, hat dafür aber auch weniger Stauraum.

Gleichzeitig bleibt er bei der Vielseitigkeit ganz oben im Cricut-Sortiment: Der Maker 5 arbeitet mit mehr als 300 Materialien und 13 spezialisierten Werkzeugen.

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Möglichkeit, kompatible Materialien jetzt bis zu 3 mm Dicke zu schneiden und zu gravieren. Dazu gehören beispielsweise dickere Pappe, Leder, Acryl, Holz, Schaumstoff und weitere Spezialmaterialien.

Auch bei den Werkzeugen und beim Bedienkomfort hat Cricut nachgebessert. Dazu gehören ein neues Scoring Tool, ein überarbeitetes Gravierwerkzeug und ein praktischer neuer Snap-In-Stifthalter. 

Für wen?
Für dich, wenn du:

  • wirklich möglichst viele Möglichkeiten in einer Maschine haben möchtest
  • mit unterschiedlichen und auch dickeren Materialien arbeiten willst
  • gravieren, prägen, falzen und schneiden möchtest
  • dich für Holz, Leder, Acryl und andere Spezialmaterialien interessierst
  • möglichst viele verschiedene Werkzeuge nutzen möchtest
  • Wert auf ein kompakteres Gerät und einen moderneren Workflow legst

Mein Fazit: Der Maker 5 ist aktuell der vielseitigste Cricut im Sortiment. Aber: Das bedeutet nicht automatisch, dass er für jeden die beste Wahl ist.

Wenn du hauptsächlich Sticker, Vinyl, Textilfolie, Papier und normale Kartonprojekte machst, brauchst du die zusätzlichen Möglichkeiten des Maker 5 wahrscheinlich nicht unbedingt.

Wenn du dagegen weißt, dass du möglichst viel ausprobieren möchtest und auch vor Gravur, dickeren Materialien und Spezialtechniken nicht zurückschreckst, ist der Maker 5 die spannendste Wahl.

Und wenn du bereits einen Maker 4 hast und mit ihm zufrieden bist, gibt es ebenfalls keinen Grund für einen überstürzten Wechsel. Der Maker 4 kann weiterhin sehr viel.


Der Cricut Venture

Cricut Venture – der Große für XXL-Projekte

Der Venture ist die große Maschine mit einer Breite von bis zu 61 cm und steht am besten auf einem passenden Gestell. Das ist eine ganz andere Liga.

Für wen?
Für dich, wenn du regelmäßig wirklich große Projekte umsetzen möchtest oder größere Mengen produzieren willst.

Für den normalen Hobbybereich ist der Venture dagegen meistens mehr Maschine, als du brauchst.

Mein Fazit: Wenn du nicht regelmäßig in diesen Größen arbeitest, würde ich mein Geld lieber in eine kleinere Maschine und gutes Material investieren.


Übersicht der Cricut Schneidemaschinen

Modell

Schnittbreite
Matte/Smart

Schnittlänge

Materialien

Werkzeuge

Gewicht

 Besonderheit

Joy 2

10,6 cm / 11,4 cm

bis 1,2 m

über 75

4

1,2 kg

Erstes Joy mit Print-then-Cut

Joy Xtra

20,8 cm / 21,6 cm

bis 1,2 m

über 50

3

2,7 kg

A4-Format, Print-then-Cut

Explore 5

29,2 cm / 30,5 cm

bis 3,6 m

über 100

6

4,5 kg

30 % kompakter, Tiefschnitt bis 1,5 mm (Werkzeug separat)

Maker 4

29,2 cm / 30,5 cm

bis 3,6 m

über 300

13

ca. 7 kg

Materialstärke bis 2,4 mm, schnelles Schneiden

Maker 5

29,2 cm / 30,5 cm

bis 3,6 m

über 300

13

ca. 5 kg

Materialstärke bis 3 mm, 30 % kompakter, schnelles Schneiden

Venture

bis 63,5 cm (Smart)

bis 3,6 m, Wiederholung bis 22,8 m

über 100

7

–

XXL-Maschine, Ständer separat


Mein ehrlicher Rat für den Einstieg

Wenn du neu anfängst, empfehle ich dir, gleich ein Bundle zu bestellen. Dann kannst du sofort loslegen, ein bisschen rumprobieren und ein Gefühl für die Maschine bekommen. Und wenn du dann Nachschub bei Folie, Material und Zubehör brauchst, bist du bei mir im Shop genau richtig.

Denk dran: Es bleibt nie bei der Maschine allein. Matten, Werkzeuge, Materialen, Rohlinge gehören auch dazu. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an Platz und Budget realistisch einzuplanen. Was du sonst noch für den Start brauchst, habe ich dir in "Diese Grundausstattung brauchst du für den Plotter-Start!" zusammengefasst. Und Ratgeber zum Thema Matten und Klingen kannst du ebenfalls in meinem Blog entdecken.


Häufige Fragen

Welcher Cricut ist der beste für Anfänger?

Für viele Einsteiger ist der Cricut Joy Xtra eine gute Wahl, weil er das A4-Format nutzen kann und trotzdem kompakt bleibt. Wenn du hauptsächlich kleine Projekte machen möchtest, reicht auch der Joy 2. Wenn du von Anfang an größere Projekte und mehr Möglichkeiten möchtest, sind der Explore 5 oder ein Maker interessant.

Was ist der Unterschied zwischen Joy 2 und Joy Xtra?

Der Joy 2 ist mit rund 11,4 cm Schnittbreite kompakter und für kleine Projekte gemacht. Der Joy Xtra kann das A4-Format nutzen und hat mit rund 21,6 cm eine deutlich größere Arbeitsfläche und ideal, wenn du auch A4-Bögen oder größere Motive schneiden willst.

Welchen Cricut brauche ich für Sticker?

Wenn du hauptsächlich kleinere Stickerprojekte machen möchtest, kann der Joy 2 ausreichen. Für A4-Stickerbögen ist der Joy Xtra wesentlich praktischer. Wenn du regelmäßig größere Mengen Sticker produzieren möchtest, bieten Explore 5 und die Maker-Modelle noch mehr Arbeitsfläche und Möglichkeiten.

Welchen Cricut brauche ich für ein kleines Business?

Ein kleines kreatives Business kannst du grundsätzlich schon mit dem Explore 5 starten. Wenn du möglichst viele Techniken und Materialien abdecken möchtest, sind Maker 4 und Maker 5 die vielseitigeren Maschinen. Für die reine Sticker- oder Textilproduktion brauchst du aber nicht automatisch einen Maker.

Brauche ich als Anfänger gleich den Maker?

Nein. Der Maker ist vor allem dann interessant, wenn du die zusätzlichen Möglichkeiten auch wirklich nutzen möchtest. Für viele typische Einsteigerprojekte sind der Joy Xtra oder Explore 5 völlig ausreichend.

Ist der Cricut Maker 5 besser als der Maker 4?

Der Maker 5 ist das neuere Modell und bringt einige Verbesserungen mit, unter anderem ein kompakteres Gehäuse, neue bzw. überarbeitete Werkzeuge, einen neuen Scoring-Ansatz und die Möglichkeit, kompatible Materialien bis 3 mm zu schneiden und zu gravieren. Aber „besser“ bedeutet nicht automatisch „für jeden sinnvoller“.
Wenn du hauptsächlich Vinyl, HTV, Stickerpapier, Papier und Karton verarbeitest, kann der Maker 4 vollkommen ausreichend sein.

Lohnt sich der Wechsel vom Maker 4 zum Maker 5?

Wenn du bereits einen Maker 4 besitzt, musst du nicht wechseln. Interessant kann der Maker 5 für dich sein, wenn du mit dickeren Materialien arbeiten möchtest, dich die neuen Funktionen interessieren oder du von einem kompakteren Gerät und den überarbeiteten Arbeitsabläufen profitieren möchtest. Wenn dein Maker 4 deine bisherigen Projekte problemlos erledigt, würde ich ihn einfach weiterverwenden.

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Natürlich gibt es auf dem Markt noch viele weitere Plotter-Hersteller, wie Silhouette, Brother, Siser und weitere. Ich empfehle es sich die Maschinen einmal Live anzuschauen und vielleicht sogar zu testen, wenn es möglich ist. Ideal sind dafür zum Beispiel Kreativmessen, wie die Creativa in Dortmund im März. So findest du genau die Maschine, die zu dir passt. 

Du hast dich für eine Maschine entschieden? Wunderbar! Als nächsten Step empfehle ich dir den Plotter-Guide in meinem Ratgeber zu lesen.

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